Diese Leitlinie wurde von einer internationalen Expertengruppe (60 Fachleute aus 10 Ländern) erstellt, um Empfehlungen zur Vorbeugung und Behandlung von Long COVID zu geben – also anhaltenden Beschwerden nach einer Corona-Infektion, die ME/CFS-ähnliche Symptome umfassen können. Basierend auf systematischen Literaturauswertungen und Expertenbefragungen (Delphi-Verfahren) wurden 10 Empfehlungen erarbeitet. Wichtige Punkte: Impfung oder antivirale Medikamente in der akuten Phase können Long COVID vorbeugen; die Medikamente Nirmatrelvir/Ritonavir und Kortison-Präparate werden nicht zur Behandlung von Long COVID empfohlen; unterstützt werden dagegen bestimmte Probiotika, Verhaltenstherapie bei Erschöpfung (Fatigue) und individuell angepasste Reha-Maßnahmen – letztere aber nur, wenn zuvor eine Verschlechterung nach Belastung (post-exertionelle Malaise, PEM) ausgeschlossen wurde. Die Autoren betonen, dass die vorhandenen Studien überwiegend von niedriger bis mittlerer Qualität sind und mehr hochwertige Forschung nötig ist. Für ME/CFS-Betroffene ist besonders relevant, dass PEM als Warnsignal vor unangepasster Reha ernst genommen wird.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1183/13993003.02611-2025).