Eine Schweizer Online-Befragung untersuchte die Versorgungssituation von 333 Menschen mit Post-COVID-19 (81,7 % Frauen, Durchschnittsalter 46 Jahre). Fast alle Befragten litten an typischen Symptomen wie extremer Erschöpfung (Fatigue, 98,5 %), Konzentrationsproblemen („Gehirnnebel“, 92,5 %) und einer deutlichen Symptomverschlechterung nach Belastung (Post-Exertional Malaise, 91,0 %). Das Ergebnis zeigt erhebliche Mängel in der medizinischen Versorgung: Nur 12,6 % erhielten frühzeitig passende Unterstützung. Fast die Hälfte musste sich Pflegeangebote selbst suchen, ein Viertel erhielt gar keine Hilfe. Hausärzte waren zwar die erste Anlaufstelle, aber die Wartezeiten auf Spezialsprechstunden waren extrem lang – knapp zwei Drittel warteten vier Monate bis über ein halbes Jahr, manche fanden gar keinen Platz. Zudem berichteten über 42 % von großen Problemen mit Sozialversicherungen, etwa durch fehlende Anerkennung oder lange Verfahren. Die Forschenden fordern daher dringend bessere Schulungen für Hausärzte und den Ausbau spezialisierter Versorgungsangebote. Da es sich um eine reine Umfrage handelt, spiegeln die Daten die subjektiven Erlebnisse der Teilnehmenden wider.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/healthcare14142220).