Diese Studie untersuchte 150 Erwachsene, die schwere COVID-19-Lungenschäden (mit akutem Lungenversagen, teilweise Beatmung) überlebt hatten. Über 3 Jahre wurden Blutwerte zu Entzündung, Gefäßfunktion und Immunsystem-Aktivierung (Komplementsystem) sowie Symptome wie Erschöpfung, Belastungsintoleranz und 'Brain Fog' erfasst. Bei 26% der Teilnehmenden bestanden auch nach 15 Monaten und 3 Jahren noch Langzeitfolgen (Post-COVID/PASC). Diese hingen mit Gebrechlichkeit und schlechterer körperlicher Leistungsfähigkeit zusammen (z.B. Gehtest, Kraft). Überraschend: Die gemessenen Entzündungs-, Gefäß- und Komplement-Werte im Blut waren NICHT erhöht bei Betroffenen mit anhaltenden Symptomen - obwohl genau diese Werte bei der akuten schweren Erkrankung eine Rolle spielten. Das deutet darauf hin, dass andere, bisher nicht erfasste biologische Mechanismen für die Langzeitfolgen verantwortlich sein könnten. Die Studie ist relativ klein und bezieht sich auf besonders schwer erkrankte COVID-Patienten, nicht speziell auf ME/CFS. Die Autoren fordern weitere, umfassendere Untersuchungen (Multiomics) um die Ursachen zu klären.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1097/CCE.0000000000001390).