In dieser Studie wurde das Blutplasma von 92 Menschen mit Post-Covid-Syndrom (Langzeitfolgen nach Corona-Infektion, im Schnitt 34 Monate danach) untersucht. Mittels einer speziellen Messmethode wurden 358 Eiweißstoffe (Proteine) analysiert, die etwas über Entzündungsprozesse im Körper verraten. Bei den Betroffenen fanden sich 26 auffällig veränderte Proteine – 23 waren erhöht, 3 erniedrigt. Besonders stark erhöht waren die Botenstoffe Oncostatin M und IL1RN, die beide mit Entzündungsreaktionen des Immunsystems zusammenhängen. Auch andere Entzündungsmarker sowie Proteine, die mit Gewebeumbau und Gefäßbildung zu tun haben, waren erhöht. Die Auswertung zeigte eine anhaltende Aktivierung mehrerer Immun- und Entzündungswege. Interessanterweise fanden sich keine Spike-Protein-Reste des Virus im Blut, was darauf hindeutet, dass die Entzündung nicht durch eine fortbestehende Virusvermehrung verursacht wird. Insgesamt deutet die Studie auf einen dauerhaften, niedriggradigen Entzündungszustand bei Post-Covid hin, ohne dass sich klar unterscheidbare Untergruppen von Patienten zeigten. Die Studie ist relativ klein und beschreibt nur Zusammenhänge, keine Ursachen oder Behandlungen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fimmu.2026.1775044).