Dieser Übersichtsartikel beschäftigt sich mit Long COVID (Langzeitfolgen nach Corona-Infektion) und untersucht, welche Rolle Mastzellen dabei spielen. Mastzellen sind Immunzellen, die in der Nähe von Nerven und Blutgefäßen sitzen und Botenstoffe wie Histamin ausschütten können. Die Autoren fassen zusammen: Das Spike-Protein des Coronavirus kann Mastzellen aktivieren, wodurch entzündungsfördernde und nervenschädigende Stoffe freigesetzt werden. Das kann Nerven reizen, die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger machen und Immunzellen im Gehirn aktivieren. Die Folge können Nervenschmerzen, Kleinfaser-Neuropathie (Schädigung feiner Nervenfasern) und Störungen des autonomen Nervensystems sein. Die Autoren sehen deutliche Parallelen zu den Mustern, die bei ME/CFS beobachtet werden, was auf eine gemeinsame immunologische Ursache hindeuten könnte. Erste Berichte zu Behandlungen, die gegen Mastzellen gerichtet sind, zeigen unterschiedliche Wirkung – die Datenlage ist noch unsicher. Es handelt sich um eine reine Literaturzusammenfassung, keine neue klinische Studie mit eigenen Messdaten. Weitere Forschung ist nötig, um die Vermutungen zu bestätigen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1093/jnen/nlag016).