ICD-10 Diagnoses prior to ME/CFS diagnosis in children and young people suggest potential early diagnostic indicators.

26.02.2026 · Scientific reports · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Studie untersuchte Krankenkassendaten von 6- bis 27-Jährigen, um herauszufinden, welche Diagnosen im Jahr vor einer ME/CFS-Diagnose (chronisches Erschöpfungssyndrom) gestellt wurden. Verglichen wurden 6.077 spätere ME/CFS-Betroffene mit über 30.000 Kontrollpersonen ohne ME/CFS. Ergebnis: Vor der ME/CFS-Diagnose traten besonders häufig psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen), Atemwegserkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparats auf. Häufige Vorbefunde waren Erschöpfung, Schmerzsyndrome und sogenannte somatoforme Störungen (Beschwerden ohne klare körperliche Ursache). Seltenere, aber stark erhöhte Diagnosen waren Fibromyalgie und leichte Denkstörungen. Auch eine vorherige Corona-Infektion bzw. das sogenannte Post-COVID-Syndrom war stark mit einer späteren ME/CFS-Diagnose verknüpft – hier war der Zusammenhang am deutlichsten. Die Studie kann nicht klären, ob diese Erkrankungen echte Vorstufen von ME/CFS sind, bereits Teil der beginnenden Erkrankung waren, oder ob es sich um Fehldiagnosen handelte. Es handelt sich um eine rückblickende Datenanalyse, keine Behandlungsstudie. Die Autoren fordern weitere Untersuchungen, um den zeitlichen Verlauf besser zu verstehen und fr

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