Diese Übersichtsarbeit vergleicht internationale Leitlinien (u.a. WHO, AWMF, NICE, CDC, IQWiG) aus den Jahren 2020-2025 zu psychiatrischer und psychotherapeutischer Versorgung bei Long/Post-COVID und ME/CFS. Ergebnis: Psychopharmaka werden nur bei zusätzlichen (komorbiden) psychischen Erkrankungen empfohlen, nicht zur Behandlung von ME/CFS selbst. Psychotherapie wird überwiegend als unterstützende, nicht heilende Maßnahme gesehen. Aktivierende Ansätze wie 'graded exercise therapy' (stufenweise Belastungssteigerung) werden bei Betroffenen mit Post-Exertional Malaise (PEM, Zustandsverschlechterung nach Belastung) kritisch bewertet, da sie schaden können. Bei Personen ohne PEM befürworten manche Leitlinien vorsichtige, individuell angepasste Aktivierung. Pacing – also das bewusste Einteilen der Energie zur Vermeidung von Überlastung – wird durchgehend als zentrale Strategie hervorgehoben. Die Autoren betonen, dass psychiatrische/psychotherapeutische Maßnahmen nur begleitend wirken, nie die Grunderkrankung heilen, und dass individuelle, symptomorientierte Ansätze wichtig sind. Es handelt sich um eine reine Literaturzusammenfassung ohne eigene neue Studiendaten; der Bedarf an gezielter
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