Altered Pain Perception and Modulation in Individuals With Post-COVID-Condition: Insights From Quantitative Sensory Testing.

01.02.2026 · European journal of pain (London, England) · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Studie untersuchte, wie Menschen mit Post-COVID-Zustand (PCC, anhaltende Beschwerden nach einer Corona-Infektion) Schmerzen wahrnehmen. Bei 84 Betroffenen und 50 gesunden Vergleichspersonen wurde mit Druckreizen an den Beinen getestet, wie empfindlich das Schmerzsystem reagiert. Ergebnis: PCC-Betroffene spürten Schmerzen schon bei geringerem Druck und hielten weniger Druck aus als Gesunde. Zudem verstärkten sich Schmerzreize bei wiederholtem oder ausgedehntem Reiz stärker (sogenannte Summation), was auf eine überempfindliche Schmerzverarbeitung hindeutet. Auch die körpereigene Schmerzhemmung funktionierte bei einem größeren Anteil der PCC-Gruppe nicht richtig – Schmerzen wurden eher verstärkt statt gedämpft. Diese Effekte waren besonders ausgeprägt bei Personen mit chronischen Schmerzen als PCC-Symptom und bei schwereren Krankheitsverläufen. Die Autoren deuten dies als Hinweis auf eine veränderte, überempfindliche Verarbeitung von Schmerzsignalen im zentralen Nervensystem (sogenannte zentrale Sensibilisierung bzw. nozizeptiver Schmerz ohne erkennbare Gewebeschädigung). Die Studie ist mittelgroß, aber noch nicht ausreichend, um daraus Behandlungsempfehlungen abzuleiten. Sie li

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