In einer Spezialklinik für Post-COVID-Beschwerden ('Long Haul COVID') wurden 277 Patient:innen im Schnitt 10 Monate nach einer Corona-Infektion untersucht. 209 von ihnen (75%) klagten über Erschöpfung (Fatigue). Von diesen erfüllten nur 22% die offiziellen Kriterien für ME/CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom), die übrigen hatten andere Erschöpfungsformen mit weniger typischen Begleitsymptomen. Menschen mit ME/CFS-Fatigue hatten häufiger Angststörungen und psychiatrische Diagnosen, aber nicht mehr Depressionen als andere. Die körperliche Leistungsfähigkeit war bei stärkerer Erschöpfung schlechter. 'Brain Fog' (Konzentrations- und Denkprobleme) trat bei etwa der Hälfte aller Patient:innen auf, unabhängig davon, ob ME/CFS vorlag, hing aber mit stärkerer Erschöpfung, Depression und schlechterer Funktionsfähigkeit zusammen. Die Studie zeigt: Erschöpfung nach Corona ist keine einheitliche Erkrankung, sondern ein Spektrum verschiedener Ausprägungen. Das könnte erklären, warum klinische Studien zu Post-COVID-Fatigue oft uneinheitliche Ergebnisse liefern. Die Studie ist eine Beobachtung an einer einzelnen Klinik, keine Behandlungsstudie, und die Ergebnisse sollten mit Vorsicht betrachtet w
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1007/s11325-025-03512-y).