Diese kleine Studie mit 16 Erwachsenen mit Post-COVID-Zustand (Langzeitfolgen nach Corona) untersuchte den Zusammenhang zwischen Herzfrequenz und körperlicher Aktivität im Alltag, auch mit Blick auf ME/CFS-Symptome. Über 4 Tage trugen die Teilnehmenden ein Smartwatch- und ein Bewegungsmessgerät. Erfasst wurden durchschnittliche Herzfrequenz, Zeit mit Tachykardie (Herzrasen über 100 Schläge pro Minute) und Schrittzahl. Ergebnis: Die Herzfrequenz stieg zwar bei stärkerer Aktivität an, aber der Anteil der Zeit mit Herzrasen war ausgerechnet in Ruhephasen am höchsten – und nicht bei intensiverer Bewegung. Das heißt: Die Betroffenen hatten mehr Herzrasen, wenn sie wenig aktiv waren, als wenn sie sich stärker bewegten. Dieser Effekt blieb auch bestehen, wenn man ME/CFS-typische Symptome berücksichtigte. Die Studie ist sehr klein und vorläufig, liefert aber einen Hinweis darauf, dass Herzfrequenzmessungen allein kein einfacher Gradmesser für Belastung bei Post-COVID oder ME/CFS sind. Für Reha-Programme könnte das bedeuten, dass Ruhephasen genauer beobachtet werden sollten. Es werden keine Behandlungsempfehlungen gegeben.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.2340/jrm.v58.43340).