Dieser Übersichtsartikel fasst den Forschungsstand zu schwerer ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Erschöpfungssyndrom) zusammen. Da es keinen einzelnen Test zur Diagnose gibt, stützt sich die Diagnose auf klinische Kriterien. In Forschung und bei Gutachten kann ein zweitägiger Belastungstest (an zwei aufeinanderfolgenden Tagen wird die körperliche Leistungsfähigkeit gemessen) die typische abnormale Erschöpfungsreaktion nach Anstrengung nachweisen. Die Autoren betonen, dass die biomedizinische Forschung zu dieser Krankheit seit Jahrzehnten vernachlässigt und unterfinanziert ist, wodurch bislang wirksame Behandlungen fehlen. In schweren Fällen sind Betroffene rund um die Uhr bettlägerig, pflegeabhängig und extrem geräusch- und reizempfindlich – selbst leise Stimmen können eine Verschlechterung auslösen. Manche schwer Erkrankte leiden unter lebensbedrohlicher Mangelernährung und müssen künstlich ernährt werden. Die COVID-19-Pandemie hat laut den Autoren zu einem starken Anstieg von Post-Infektions-Erkrankungen geführt, von denen viele die ME/CFS-Kriterien erfüllen. Der Artikel fordert mehr gezielte Forschung mit moderner Medizintechnik, um die Krankheitsmechanismen besse
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/jcm15020805).