Diese Studie untersuchte, ob eine bestimmte epigenetische Veränderung (chemische Markierung an der DNA, die Gene an- oder abschalten kann, genannt Methylierung) am Gen für den µ-Opioidrezeptor (OPRM1) bei ME/CFS und Fibromyalgie eine Rolle spielt. Dieser Rezeptor ist wichtig für die körpereigene Schmerz- und Stressregulation. Es nahmen 28 Betroffene und 26 gesunde Kontrollpersonen teil, die zweimal innerhalb von vier Tagen untersucht wurden, unter anderem mit Bluttests und Schmerzmessungen. Ergebnis: Bei den Betroffenen war das OPRM1-Gen stärker methyliert als bei Gesunden, das heißt, es könnte weniger aktiv sein. Dieser Unterschied blieb auch bestehen, wenn man Symptomschwere und Schmerzempfindlichkeit berücksichtigte. Zudem hing die OPRM1-Methylierung mit der Methylierung eines anderen Gens (BDNF, wichtig für Nervenzellwachstum) zusammen. Die Autoren vermuten, dass das körpereigene Opioidsystem bei ME/CFS und Fibromyalgie gestört sein könnte. Die Studie ist klein und liefert einen ersten Hinweis, keine endgültige Erklärung oder Behandlungsmöglichkeit. Weitere Forschung ist nötig.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/ijms27020826).