Diese sehr kleine Pilotstudie (nur 10 Teilnehmende) untersuchte, ob das Narkose- und Schmerzmittel Ketamin gegen Erschöpfung (Fatigue) helfen kann. Die Teilnehmenden hatten unterschiedliche chronische Erkrankungen, darunter auch ME/CFS. Jede Person erhielt in zwei Testphasen einmal Ketamin und einmal Midazolam (ein Beruhigungsmittel als Vergleichssubstanz), die Reihenfolge war zufällig verteilt. Gemessen wurde die Erschöpfung mit einer Skala vor und nach der Infusion. In beiden Gruppen sank die Erschöpfung etwas, aber es gab keinen statistisch gesicherten Unterschied zwischen Ketamin und Midazolam. Der stärkste Rückgang der Erschöpfung durch Ketamin zeigte sich einen Tag nach der Infusion (fast 39% weniger Erschöpfung), was jedoch durch Übertragungseffekte zwischen den Testphasen verzerrt sein könnte. Die Autoren betonen, dass die Studie nur ein erster Hinweis ist und künftige Studien anders aufgebaut werden sollten, etwa ohne Testphasen-Wechsel bei denselben Personen. Es gibt also noch keine verlässlichen Belege, dass Ketamin bei ME/CFS-Erschöpfung wirkt – die Ergebnisse sind vorläufig und die Studiengröße sehr klein.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1007/s43440-025-00808-4).