Dieser Übersichtsartikel untersucht, wie eine vorzeitige Alterung des Immunsystems (Immunoseneszenz) zur Denkstörung ('Brain Fog') bei ME/CFS beitragen könnte. Die Autoren fassen bestehende Forschung zusammen und schlagen ein Erklärungsmodell vor: Ein alterndes Immunsystem verursacht dauerhafte leichte Entzündungen und verändert Immunzellen (T-Zellen, natürliche Killerzellen, B-Zellen). Dies soll die Durchblutung des Gehirns stören, die Blutgefäßwände schädigen und die Blut-Hirn-Schranke (Schutzbarriere des Gehirns) durchlässiger machen. Die Folge wäre eine Unterversorgung bestimmter Hirnregionen (u.a. für Gedächtnis wichtige Netzwerke) mit Sauerstoff und Nährstoffen, was Energiemangel in Nervenzellen und gestörte Signalübertragung verursachen könnte. Die Autoren nennen dieses Konzept 'Immun-Gefäß-Kognitions-Achse'. Sie diskutieren mögliche Ansatzpunkte wie Entzündungshemmung, Verbesserung der Stickstoffmonoxid-Produktion (wichtig für Gefäßweite), Immunmodulation und Akupunktur - jedoch ohne eigene neue Experimente oder Patientendaten. Es handelt sich um eine theoretische Zusammenschau bestehender Studien, keine neue klinische Untersuchung. Die vorgeschlagenen Mechanismen sind plau
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