In dieser systematischen Übersichtsarbeit wurden randomisierte Studien verglichen, die verschiedene Bewegungs‑Therapien bei chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) untersuchten. Insgesamt wurden 25 Studien (2 831 Teilnehmende) ausgewertet, davon 20 für die Netzwerk‑Meta‑Analyse. Die am besten untersuchte Methode, die graduierte Belastungstherapie (GET), zeigte im kurzen Zeitraum nach der Behandlung einen moderaten Rückgang der Müdigkeit (Durchschnittsunterschied ≈ ‑7 Punkte) und leichte Verbesserungen bei Depression und Angst, jedoch mit geringer Sicherheit der Ergebnisse. Andere Aktivitäten wie Qigong, Yoga, Kraft‑ bzw. Ausdauertraining und Laufen brachten nur kleine Verbesserungen, die die als wichtig erachtete Mindestdifferenz nicht sicher überschritten; die Beweislage hierfür ist schwach. Die Effekte von GET hielten teilweise bis zum Follow‑up an, aber die allgemeine Empfehlung bleibt umstritten, weil die Studienlage nicht einheitlich und oft von niedriger Qualität ist. Die Arbeit liefert also einen Überblick über die aktuelle Evidenz, gibt aber keine Therapie‑Empfehlung.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.isci.2025.114178).