Diese Studie hat das Immunsystem von 190 Personen untersucht: 65 mit ME/CFS, 54 mit Long Covid (anhaltende Beschwerden nach Corona-Infektion) und 70 gesunde Kontrollpersonen. Gemessen wurden bestimmte Immunzellen im Blut sowie Botenstoffe des Immunsystems (Zytokine), die Entzündungen steuern. Ergebnis: Sowohl ME/CFS- als auch Long-Covid-Patienten hatten im Vergleich zu Gesunden weniger Lymphozyten (weiße Blutkörperchen), weniger CD8+ T-Zellen und weniger natürliche Killerzellen (beide wichtig für die Immunabwehr). Gleichzeitig waren mehrere entzündungsfördernde Botenstoffe erhöht (IL-6, TNF, IL-4, IL-10). Der wichtigste Befund: Zwischen ME/CFS- und Long-Covid-Patienten gab es bei keinem der gemessenen Werte einen statistisch bedeutsamen Unterschied. Das deutet darauf hin, dass beide Erkrankungen ein sehr ähnliches Muster von Immunveränderungen und Entzündung aufweisen, was für eine gemeinsame biologische Ursache sprechen könnte. Die Studie ist eine Momentaufnahme (Querschnittsstudie), zeigt also keine Ursache-Wirkung, sondern nur eine Ähnlichkeit der Muster. Behandlungsschlüsse lassen sich daraus noch nicht ableiten.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/biomedicines13123001).