Diese Studie untersuchte bei ME/CFS-Betroffenen und gesunden Vergleichspersonen gleichzeitig den Energiestoffwechsel, das Immunsystem und Eiweiße im Blutplasma. Ergebnis: In den Immunzellen von Betroffenen fanden sich erhöhte Werte von AMP und ADP (Abbauprodukte des Energieträgers ATP) bei gleichzeitig verringertem ATP/ADP-Verhältnis – ein Hinweis auf gestörte Energieproduktion und Zellstress. Zudem zeigte das Immunsystem eine Verschiebung hin zu weniger ausgereiften Abwehrzellen (bestimmte T-Zellen), sowie weniger bestimmte dendritische Zellen und natürliche Killerzellen. Im Blutplasma waren Eiweiße erhöht, die mit Blutgerinnung und Gefäßverengung zusammenhängen – dies könnte zur beobachteten Gefäßfunktionsstörung beitragen. Mithilfe eines statistischen Modells (Entscheidungsbaum) identifizierten die Forschenden Merkmale, die ME/CFS gut vorhersagen können. Die Studie liefert somit Hinweise auf mehrere gleichzeitig gestörte Körpersysteme bei ME/CFS. Es handelt sich um eine noch vorläufige Untersuchung mit vermutlich kleiner Teilnehmerzahl; weitere Forschung ist nötig, um die Ergebnisse zu bestätigen und in Diagnostik oder Behandlung umzusetzen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.xcrm.2025.102514).