Die Übersicht beschreibt, dass Erschöpfungssyndrome wie Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue‑Syndrom (ME/CFS) und das Langzeit‑COVID‑Syndrom (Long‑COVID) viele Menschen betreffen, aber in der klinischen Versorgung und Forschung zu wenig beachtet werden. ME/CFS wird als komplexe Störung mit mehreren betroffenen Körpersystemen beschrieben, bei der das Immunsystem und das zentrale Nervensystem (Gehirn‑ und Rückenmark) nicht richtig funktionieren. Ein zentrales Merkmal ist der sogenannte oxidative Stress – das ist ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen freien Radikalen und den Abwehrmechanismen des Körpers, das Zellen schädigen kann. Die Autoren weisen darauf hin, dass etwa die Hälfte der Long‑COVID‑Patienten die diagnostischen Kriterien für ME/CFS erfüllt, wodurch die Zahl Betroffener stark steigt. Obwohl in den letzten Jahren Fortschritte in der Neurowissenschaft erzielt wurden, fehlt bislang ein klares Bild, wie neurodegenerative Prozesse (schrittweiser Verlust von Nervenzellen) bei ME/CFS ablaufen und wie man das Gehirn schützen könnte. Die Arbeit schlägt vor, ME/CFS als Modell zu nutzen, um zu untersuchen, wie dauerhafter oxidativer Stress das Gehirn und den gesamten
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1002/nep3.70007).