Diese Studie untersuchte, ob ME/CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom) bei sexuellen Minderheiten (lesbisch, schwul, bisexuell u.a., kurz LGB+) in den USA häufiger vorkommt als bei heterosexuellen Personen. Grundlage waren Daten von über 86.000 Erwachsenen aus einer landesweiten, repräsentativen Gesundheitsbefragung (2021-2023). Insgesamt hatten 1,7% der Befragten ME/CFS. Bei LGB+-Personen war der Anteil mit 2,4% deutlich höher als bei heterosexuellen Personen mit 1,7%. Auch nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Herkunft, Einkommen, Bildung, Beschäftigung, Depression und anderen Erkrankungen wie Rheuma oder Fibromyalgie blieb der Unterschied bestehen: LGB+-Personen hatten ein etwa 1,5-fach erhöhtes Risiko für ME/CFS. Die Studie zeigt nur einen statistischen Zusammenhang, erklärt aber nicht die Ursachen dafür - mögliche Gründe könnten Diskriminierungserfahrungen, chronischer Stress oder ungleicher Zugang zu Gesundheitsversorgung sein. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie mit großer Datenbasis, die aber keine Aussage über Behandlung oder Ursachen von ME/CFS selbst liefert.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.jpsychires.2025.12.024).