Diese Studie untersuchte das Immunsystem von 96 Menschen mit ME/CFS – 43 mit mildem/moderatem und 53 mit schwerem Krankheitsverlauf. Mittels einer Labormethode (Durchflusszytometrie) wurden bestimmte Immunzellen analysiert, besonders solche, die Zellen abtöten können (zytotoxische Zellen). Ergebnis: Bei mildem/moderatem ME/CFS fanden sich mehr Anzeichen für eine Art 'Erschöpfung' bestimmter Immunzellen, wie sie bei dauerhaften Virusinfektionen vorkommt. Bei schwerem ME/CFS zeigten sich dagegen mehr aktivierte Immunzellen und mehr entzündungsfördernde Botenstoffe – ein Hinweis auf anhaltende, unspezifische Entzündung. Diese Unterschiede zeigten sich bei verschiedenen Zelltypen des Immunsystems, sowohl bei angeborener als auch erlernter Abwehr. Die Autoren vermuten, dass hinter milden und schweren Verlaufsformen unterschiedliche Krankheitsmechanismen stecken könnten. Das könnte langfristig helfen, Schweregrade besser zu erkennen und passendere Behandlungsansätze zu entwickeln. Wichtig: Die Studie ist noch vorläufig, zeigt nur Zusammenhänge und keine Ursachen, und muss in größeren Studien bestätigt werden.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12967-025-07507-x).