Microstructural white matter impairments in chronic fatigue syndrome: Evidence of segmental injury in the cingulum bundle.

01.01.2026 · Brain research bulletin · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Studie untersuchte mit bildgebenden Verfahren (Diffusions-MRT, das die Struktur von Nervenfaserbahnen im Gehirn sichtbar macht) die weiße Substanz des Gehirns bei 100 ME/CFS-Betroffenen im Vergleich zu 100 gesunden Personen. Die Forscher fanden Veränderungen in einer bestimmten Faserbahn namens Cingulum (einer wichtigen Verbindungsbahn im Gehirn, die an Emotionsregulation und Aufmerksamkeit beteiligt ist), speziell im linken vorderen und mittleren Bereich. Diese strukturellen Auffälligkeiten waren bei ME/CFS-Betroffenen deutlicher ausgeprägt und ließen sich mit einem Computerprogramm (maschinelles Lernen) zu 85% korrekt zur Unterscheidung zwischen Betroffenen und Gesunden nutzen. Zudem zeigte sich ein Zusammenhang zwischen einer Besserung dieser Faserbahn-Struktur und einer Verringerung der Erschöpfungssymptome. Die Studie liefert Hinweise auf eine mögliche biologische Grundlage von ME/CFS im Gehirn, ist aber eine Beobachtungsstudie – sie zeigt Zusammenhänge, keine Beweise für Ursache und Wirkung. Weitere Forschung ist nötig, um die Bedeutung dieser Befunde für Diagnose oder Behandlung zu klären.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.brainresbull.2025.111671).

Originalstudie im Volltext ansehen →

Diese Studie in der interaktiven Übersicht öffnen