Dieser Übersichtsartikel betrachtet die Geschichte von Krankheitsfolgen, die nach Infektionen über längere Zeit bestehen bleiben können - sogenannte 'postakute Infektionssyndrome'. Die Autoren zeigen: Solche anhaltenden Beschwerden nach Infektionen sind kein neues Phänomen, das erst durch Long Covid bekannt wurde, sondern wurden schon seit über hundert Jahren nach Epidemien beobachtet, etwa nach Grippe, Pfeifferschem Drüsenfieber (Epstein-Barr-Virus) oder Borreliose (Zeckenkrankheit). ME/CFS (Chronisches Erschöpfungssyndrom) wird seit langem mit solchen Infektionsauslösern in Verbindung gebracht. Der Artikel betont, dass es trotzdem noch große Wissenslücken gibt, warum manche Menschen nach einer Infektion dauerhaft krank bleiben. Er argumentiert, dass die heutige Forschung zu Long Covid - dank moderner Technik - die Chance bietet, diese seit Jahrzehnten bestehenden Rätsel endlich systematisch zu untersuchen, was auch dem Verständnis von ME/CFS zugutekommen könnte. Es handelt sich um eine historische Übersichtsarbeit ohne neue experimentelle Daten oder Behandlungsergebnisse.
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