Diese Studie untersuchte 1036 Patienten mit Post-COVID-Syndrom, ME/CFS oder Spät-Lyme-Borreliose, um zu prüfen, ob Störungen des vegetativen Nervensystems (das unbewusst Kreislauf, Herzschlag und Blutdruck steuert) mit früheren oder anhaltenden Infektionen zusammenhängen. Alle Teilnehmer machten einen Kipptischtest (Herzfrequenz und Blutdruck werden beim Aufrichten gemessen), zudem wurden Antikörper gegen verschiedene Erreger bestimmt. Ergebnis: Die Lyme-Gruppe zeigte am häufigsten auffällige Kipptisch-Ergebnisse wie niedrigen Blutdruck im Stehen oder Ohnmachtsanfälle. Etwa 50-65% der Post-COVID- und Lyme-Patienten hatten Antikörper (IgM) gegen mindestens einen Erreger, mehr als 10% sogar gegen drei oder mehr. Bestimmte Erreger wie Herpesviren, Q-Fieber-Bakterien, Toxoplasmose-Parasiten und Borrelien standen statistisch mit den Kipptisch-Auffälligkeiten in Verbindung. Die Autoren vermuten, dass anhaltende oder frühere Infektionen zur Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems bei diesen Erkrankungen beitragen könnten. Es handelt sich um eine große, aber querschnittliche (Momentaufnahme-)Untersuchung ohne Beweis für Ursache-Wirkung; weitere Forschung ist nötig.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/v17111430).