Diese rückblickende Studie untersuchte 138 Patient*innen mit Kreislaufkollaps (Synkope), chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS, schleichend beginnend) oder ME/CFS nach Covid-19, jeweils mit und ohne POTS (posturales orthostatisches Tachykardie-Syndrom, also starker Herzrasen-Anstieg beim Aufstehen). Getestet wurden Herz-Kreislauf-Reflexe, Herzratenvariabilität (Schwankung der Herzschläge als Maß für das autonome Nervensystem) und ein Kipptisch-Test. Ergebnis: Bei Synkope-Patient*innen mit POTS zeigte sich eher eine Störung der Blutdruck-Regulation mit übermäßiger Aktivität des sympathischen Nervensystems (Stress-Ast). Bei beiden ME/CFS-Gruppen mit POTS fand sich dagegen häufiger eine Schwäche des parasympathischen Nervensystems (Erholungs-Ast) sowie stärkere Blutdruckschwankungen beim Aufstehen. Das deutet darauf hin, dass POTS bei ME/CFS anders im Körper entsteht als bei klassischer Synkope. Die Studie ist klein und rückblickend, POTS kam insgesamt nur bei 5-7% der Patient*innen vor - die Ergebnisse sind daher vorläufig und müssen in größeren Studien bestätigt werden. Keine Behandlungsaussage, aber die Unterscheidung könnte künftig helfen, Therapien besser auf die jeweilige Ursa
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/diagnostics15222824).