Virus Genome Sequences in the Blood of Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome Patients.

07.11.2025 · medRxiv : the preprint server for health sciences · Zusammenfassung auf Deutsch

Viele ME/CFS-Betroffene berichten, dass ihre Erkrankung nach einer Virusinfektion begann. Deshalb untersuchten die Forscher das zellfreie Blut (also den Blutanteil ohne Zellen) von ME/CFS-Patienten und gesunden Kontrollpersonen auf Spuren von Viren-Erbgut. Mit speziellen molekularen Testverfahren wurde nach 185 verschiedenen bekannten menschlichen Viren gesucht. Insgesamt fanden sich Spuren von 17 verschiedenen Viren – allerdings mehr bei den gesunden Kontrollpersonen als bei den ME/CFS-Patienten. Das Ergebnis liefert also keinen Hinweis darauf, dass im Blut von ME/CFS-Betroffenen zum Untersuchungszeitpunkt mehr aktive Virusinfektionen nachweisbar sind als bei Gesunden. Dies spricht nicht dafür, dass eine anhaltende, im Blut messbare Virusinfektion die Ursache für die andauernden Beschwerden ist. Die Studie liefert keine neue Erklärung für die Krankheitsursache und keinen neuen Marker zur Diagnose. Wichtig: Es wurde nur eine Momentaufnahme im Blut untersucht – Viren könnten sich auch in Geweben verstecken, die hier nicht getestet wurden. Die Studiengröße und weitere Details werden im Abstract nicht genannt, weshalb die Ergebnisse als vorläufig einzustufen sind.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1101/2025.11.06.25339689).

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