Diese Studie untersuchte über bis zu 28 Monate den Geruchssinn bei 45 Personen mit Post-COVID-Syndrom, davon 23 mit ME/CFS. Mit standardisierten Riechtests wurde geprüft, wie gut Betroffene Gerüche wahrnehmen (Schwelle), unterscheiden und benennen (identifizieren) können. Zusätzlich wurden Erschöpfung, Lebensqualität, Denkleistung und Handkraft gemessen. Ergebnis: Beide Gruppen verbesserten sich beim Riechen deutlich, nach 20 Monaten hatten alle wieder einen normalen Geruchssinn. Am längsten beeinträchtigt blieb die Fähigkeit, Gerüche korrekt zu benennen - das deutet auf anhaltende Probleme bei der Verarbeitung im Gehirn hin, nicht nur in der Nase. Je besser Menschen zu Beginn Gerüche unterscheiden konnten, desto besser ging es ihnen später kognitiv, körperlich und bei der Lebensqualität - dieser Zusammenhang war bei Post-COVID-Patienten ohne ME/CFS stärker als bei jenen mit ME/CFS. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise, dass Riechtests künftig als früher Anhaltspunkt für den weiteren Krankheitsverlauf dienen könnten. Eine direkte Behandlungsmöglichkeit ergibt sich daraus nicht.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.bbih.2025.101124).