In diesem Kapitel wird untersucht, wie stark der Placebo‑Effekt – also die Wirkung einer Schein‑Behandlung – bei wenig erforschten Erkrankungen ist. Dabei stehen allgemeine Müdigkeit, Myasthenia gravis, chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS), Schlafstörungen, das Restless‑Leg‑Syndrom und Multiple Sklerose im Fokus. Die vorhandenen Studien sind meist klein, haben keine Vergleichsgruppe ohne Behandlung oder keinen echten Placebo‑Arm, sodass man nicht sicher sagen kann, wie groß der Placebo‑Effekt wirklich ist oder warum er entsteht. Auch einige nicht‑neurologische Krankheiten (Herz‑, Lungen‑, Magen‑ und Harnwegserkrankungen) werden kurz erwähnt, weil sie für Neurologen interessant sein könnten. Insgesamt fehlt fast jede solide Erkenntnis darüber, welche psychobiologischen Mechanismen dem Placebo‑Effekt in diesen Krankheiten zugrunde liegen – ein Hinweis darauf, dass weitere Forschung nötig ist.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/B978-0-443-29884-4.00007-8).