Der Bericht beschreibt den Fall einer 35‑jährigen Frau, bei der 2016 das seltene Sheehan‑Syndrom (SS) diagnostiziert wurde. SS entsteht durch einen Durchblutungsstopp der Hirnanhangsdrüse nach starker Blutung und Schock bei der Geburt. Die Patientin hatte nach einer schweren postpartalen Blutung 2013 keine Milch mehr produziert, bekam ihre Periode nicht zurück, verlor Haare, nahm an Gewicht ab, litt unter niedrigem Blutdruck, ständiger Erschöpfung, Stimmungsschwankungen und vermehrtem Wasserlassen. Diese Beschwerden wurden zunächst fälschlich einer postpartalen Depression zugeschrieben, sodass die richtige Diagnose erst Jahre später gestellt wurde. Durch eine umfassende Hormonuntersuchung wurden niedrige Werte von ACTH (Nebennieren‑stimulierendes Hormon), Cortisol, TSH (Schilddrüsen‑stimulierendes Hormon), freiem T4, FSH, LH und Prolaktin nachgewiesen – ein Hinweis auf Nebennieren‑ und Schilddrüseninsuffizienz sowie eine Unterfunktion der Geschlechtsdrüsen. Eine Magnet‑Resonanz‑Bildgebung zeigte eine teilweise leere Sella (Höhle, in der die Hirnanhangsdrüse sitzt), was die Diagnose bestätigte. Die Patientin erhielt lebenslange Hormonersatz‑Therapie, musste die Dosierungen jedoch hä
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1155/crie/6010326).