Corticosteroids with low glucocorticoid activity as a potential therapeutic strategy for post-COVID-19 myalgic encephalomyelitis/chronic fatigue syndrome in patients with bipolar affective disorder: A case report.

01.12.2025 · PCN reports : psychiatry and clinical neurosciences · Zusammenfassung auf Deutsch

Dieser Fallbericht beschreibt eine 32-jährige Frau mit bipolarer Störung (Erkrankung mit starken Stimmungsschwankungen), die nach einer COVID-19-Infektion ME/CFS entwickelte. Ihr Körper produzierte über die Hormonachse zwischen Gehirn und Nebenniere (HPA-Achse) offenbar zu wenig Stresshormon (Cortisol). Eine Behandlung mit starken Kortison-Präparaten (Betamethason, Prednisolon) löste eine schwere manische Episode mit Wahnvorstellungen aus, die eine psychiatrische Klinikeinweisung nötig machte. Nach Absetzen der Kortisonmedikamente kam es zu einem gefährlichen Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt und Sauerstoffmangel im Blut, weil die Nebennieren zu wenig Hormone bildeten. Nach genauer Untersuchung der Hormonlage wurde stattdessen Hydrocortison eingesetzt - ein Kortison-Wirkstoff, der anders an bestimmten Hormonrezeptoren im Körper wirkt und offenbar weniger psychische Nebenwirkungen verursacht. Damit besserten sich die körperlichen Beschwerden, ohne dass sich die psychische Erkrankung wieder verschlechterte. Die Autoren vermuten, dass bestimmte Kortison-Arten bei Menschen mit Stimmungserkrankungen riskanter sind als andere. Es handelt sich um die Beschreibung nur eines einzelnen

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