Diese Studie aus China untersuchte, ob eine SARS-CoV-2-Infektion während der Schwangerschaft nach der Geburt zu vermehrten Problemen mit der Blase (z.B. Harndrang, Inkontinenz) führt. Über 3.600 Frauen wurden untersucht, davon waren rund 680 während der Schwangerschaft infiziert gewesen. Die Forschenden verglichen Beschwerdehäufigkeit, einen Fragebogen zur Lebensqualität bei Blasenproblemen und die elektrische Aktivität der Beckenbodenmuskulatur (gemessen per Elektromyographie, kurz EMG). Ergebnis: Es gab keinen Unterschied in der Häufigkeit oder Schwere von Blasenbeschwerden zwischen infizierten und nicht infizierten Frauen. Allerdings zeigte sich bei den infizierten Frauen eine veränderte Muskelaktivität des Beckenbodens im EMG, unabhängig davon, ob die Geburt vaginal oder per Kaiserschnitt erfolgte. Die Autoren vermuten dahinter mögliche Effekte auf Nerven und Muskeln durch die Infektion. Die Studie bezieht sich nicht auf ME/CFS, sondern auf Schwangerschaft und Geburt. Sie liefert aber einen kleinen Hinweis darauf, dass SARS-CoV-2 möglicherweise Nerven- oder Muskelfunktionen beeinflussen kann, was allgemein für die Erforschung von Post-COVID-Folgen von Interesse sein könnte.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3967/bes2025.065).