Development and validation of blood-based diagnostic biomarkers for Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) using EpiSwitch

08.10.2025 · Journal of translational medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

Diese Studie suchte nach einem Bluttest für ME/CFS. Untersucht wurden dabei nicht die Gene selbst, sondern deren räumliche Faltung im Zellkern (sogenannte Chromosomenkonformationen), die beeinflusst, welche Gene aktiv sind. Mit der Methode 'EpiSwitch' wurden Blutproben von 47 Menschen mit schwerem ME/CFS und 61 gesunden, altersgleichen Kontrollpersonen analysiert. Daraus wurde ein Test mit 200 Markern entwickelt, der in einer ersten unabhängigen Testgruppe ME/CFS mit hoher Genauigkeit erkannte (92% der Erkrankten wurden richtig erkannt, 98% der Gesunden richtig ausgeschlossen). Die gefundenen Marker deuten auf Entzündungsprozesse hin, etwa über Botenstoffe wie Interleukine und TNF-alpha, sowie auf Signalwege, die auch bei Nervenentzündungen und Immunreaktionen eine Rolle spielen. Ein Signalweg (IL2) überlappte mit Wirkmechanismen der Medikamente Rituximab und Glatirameracetat, was auf mögliche Untergruppen von Patient*innen hindeutet, die auf solche Therapien ansprechen könnten. Wichtig: Die Studie ist noch klein, retrospektiv (rückblickend) und muss in größeren, unabhängigen Studien bestätigt werden, bevor ein zuverlässiger Diagnosetest oder eine Behandlung daraus abgeleitet werde

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12967-025-07203-w).

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