In dieser kleinen, vorläufigen Studie wurden Blutproben von 45 Frauen mit Post‑COVID‑Syndrom (davon 26 erfüllten zusätzlich die Kriterien für ME/CFS), 36 Frauen mit nicht‑COVID‑bedingt postinfektiösem ME/CFS und 34 gesunden Frauen untersucht. Die Forscher suchten nach IgG‑Antikörpern, die an bestimmten arginin‑reichen (Poly‑R) Proteinstücken des Epstein‑Barr‑Virus (EBV) und an ähnlichen menschlichen Proteinen binden. Sie fanden, dass Patientinnen häufiger Autoantikörper gegen solche Virus‑Peptide sowie gegen menschliche Proteine wie das neuronale Protein SRRM3, den Ionenkanal SLC24A3, den TGF‑β‑Regulator TSPLY2, das Angiogenese‑Protein TSPYL5 und volle α‑Adrenerge‑Rezeptoren hatten. Diese Autoantikörper standen in Zusammenhang mit typischen ME/CFS‑ und Post‑COVID‑Beschwerden wie autonomer Dysfunktion, Erschöpfung, kognitiven Problemen und Schmerzen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine „molekulare Mimikry“ – also Ähnlichkeiten zwischen Virus‑ und Körper‑Proteinen – eine Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankungen spielen könnte, liefern aber keinen Nachweis für eine Therapie. Die Studie ist explorativ und mit wenigen Teilnehmenden, sodass weitere Forschung nötig ist, um die
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