Diese Übersichtsarbeit fasst bestehende Forschung zusammen und untersucht, ob 'Immunoseneszenz' – also eine Art vorzeitige Alterung des Immunsystems – eine Rolle bei der Erschöpfung (Fatigue) bei ME/CFS spielt. Die Autoren zeigen auf, wie alternde Immunzellen chronische Entzündungen fördern können, die wiederum die Energieproduktion in den Zellkraftwerken (Mitochondrien) stören und den Muskelabbau begünstigen. Gleichzeitig können Störungen der Stressachse (HPA-Achse) und bestimmter Stresshormon-Rezeptoren (Beta-2-Adrenorezeptoren) das Immunsystem und den Energiehaushalt zusätzlich aus dem Gleichgewicht bringen. Die Studie schlägt vor, dass das Zusammenspiel zwischen Immunsystem, Muskeln, Hormonsystem und Blutgefäßen die anhaltende Erschöpfung bei ME/CFS erklären könnte. Es werden mögliche Biomarker wie Entzündungsstoffe (Zytokine) und 'erschöpfte' Immunzell-Marker genannt, die künftig zur Diagnose oder Forschung genutzt werden könnten. Wichtig: Es handelt sich um eine theoretische Zusammenschau bestehender Studien, keine neue experimentelle Untersuchung an Patienten. Konkrete Behandlungsmethoden werden nicht getestet oder empfohlen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1002/cph4.70056).