In dieser Querschnittsstudie wurden 56 ME‑Patient*innen und 16 gesunde Kontrollpersonen untersucht, um herauszufinden, ob ein Protein namens SMPDL3B, das normalerweise in den Nierenzellen (Podocyten) vorkommt, bei ME verändert ist. Statt das membrangebundene Protein direkt zu messen, bestimmten die Forschenden die Menge des löslichen SMPDL3B im Blut und im Urin. Die Patient*innen zeigten ein deutlich niedrigeres Urin‑zu‑Blut‑Verhältnis und eine geringere Nieren‑Clearance, was auf eine mögliche Fehlfunktion der Podocyten hindeutet. Zusätzlich fanden sie im Blut Veränderungen von Stoffen, die typischerweise bei Nierenproblemen auftreten (z. B. Succinsäure, Benzoesäure, 1,5‑Anhydroglukitol). Bei Frauen war die Veränderung des SMPDL3B‑Spiegels besonders stark und ging mit schwereren Symptomen einher. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass lösliches SMPDL3B ein nicht‑invasiver Hinweis auf Nierenbeteiligung bei ME sein könnte, wobei die Studie klein und vorläufig ist und keine Therapieempfehlungen ableitet.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/ijms26188882).