Diese Übersichtsarbeit fasst bisherige Studien zusammen, die mit bildgebenden Verfahren (PET und MRT/MR-Spektroskopie) den Stoffwechsel im Gehirn von Menschen mit ME/CFS und Long-COVID untersucht haben. Beide Erkrankungen zeigen ähnliche Symptome wie chronische Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und Verschlechterung nach Belastung. Die Bildgebung zeigte Veränderungen im Zucker- und Sauerstoffstoffwechsel des Gehirns, im Gleichgewicht von Botenstoffen (Neurotransmittern) und Hinweise auf oxidativen Stress (Zellschäden durch aggressive Sauerstoffverbindungen). Das deutet auf gestörte Energieversorgung und Entzündungsprozesse im Gehirn bei beiden Erkrankungen hin. Allerdings unterscheiden sich die genauen Messwerte zwischen ME/CFS- und Long-COVID-Studien teilweise, weshalb die Autoren einheitlichere Diagnosekriterien und mehr Langzeitstudien fordern. Es handelt sich um eine Zusammenschau bestehender, meist kleiner Studien, keine neue eigene Untersuchung - die Ergebnisse sind daher vorläufig. Die Autoren sehen in solcher Bildgebung Potenzial für künftige objektive Diagnosewerkzeuge und Ansatzpunkte für Therapien, es werden aber keine konkreten Behandlungen vorgeschlagen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1097/IN9.0000000000000068).