In dieser Fall‑Kontroll‑Studie wurde untersucht, ob Menschen mit Long‑COVID, die ein chronisches Erschöpfungs‑/ME‑Syndrom (CFS/ME) entwickeln, häufiger bereits an Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder an Störungen des bipolaren Spektrums litten als die Allgemeinbevölkerung vor der Pandemie. Die Fälle stammten aus einer klinischen Studie zu CFS/ME bei Long‑COVID, die Kontrollen wurden aus epidemiologischen Datenbanken vor COVID‑19 entnommen. Die Ergebnisse zeigen, dass 27,8 % der CFS/ME‑Patienten eine Hypothyreose hatten, verglichen mit 1,14 % in der Kontrollgruppe (Odds Ratio ≈ 33). Auch bipolare Störungen waren deutlich häufiger (16,7 % vs. 0,2 %, Odds Ratio ≈ 138). Zusätzlich wiesen 55,5 % der Patienten depressive Symptome (PHQ‑9 > 9) auf, gegenüber 4,16 % der Kontrollen. Die Studie ist klein und vorläufig, liefert aber Hinweise darauf, dass diese Vorerkrankungen das Risiko für ein CFS/ME‑ähnliches Syndrom nach COVID‑19 erhöhen könnten. Sie liefert keine Therapie‑ oder Heilversprechen, sondern legt nahe, dass Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion oder bipolar‑spektrums‑Störungen besonders aufmerksam auf anhaltende Erschöpfung nach einer COVID‑Infektion achten sollten.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fpsyt.2025.1623288).