Diese Studie untersuchte Menschen mit aktiver Opioidabhängigkeit, die an einem Spritzentausch-Programm teilnahmen. Ziel war es herauszufinden, wie häufig sogenannte 'chronische überlappende Schmerzerkrankungen' (COPCs) bei ihnen vorkommen – das sind mehrere gleichzeitig auftretende Schmerz- und Erschöpfungserkrankungen wie Fibromyalgie, chronische Migräne, Rückenschmerzen und ME/CFS. Diese Erkrankungen gelten als besonders schwer behandelbar und hängen vermutlich mit einer veränderten Schmerzverarbeitung im Nervensystem zusammen (sogenannter 'nozizeptiver Umbau', nociplastischer Schmerz). Die Forschenden befragten die Teilnehmenden mit einem Fragebogen und verglichen die Häufigkeiten mit weltweiten Durchschnittswerten. Ergebnis: Chronische Rückenschmerzen, ME/CFS, chronische Migräne und Fibromyalgie kamen in dieser Gruppe deutlich häufiger vor als in der Allgemeinbevölkerung. Die Studie ist eine reine Querschnittsbefragung, also eine Momentaufnahme ohne Nachweis von Ursache-Wirkung, und relativ klein. Sie liefert erste Hinweise darauf, dass Schmerzerkrankungen wie ME/CFS bei Menschen mit Opioidabhängigkeit besonders verbreitet sein könnten, was für Behandlung und Vorbeugung wichtig
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1080/10550887.2025.2541133).