In einer vierjährigen Beobachtungsstudie in Saudi-Arabien wurden 816 erwachsene COVID‑19‑Patienten von 2020 bis 2024 verfolgt. Von ihnen entwickelten 238 (etwa 29 %) ein Long‑COVID‑Syndrom, das nach WHO‑Kriterien definiert ist. Die häufigsten anhaltenden Beschwerden waren Müdigkeit (57 %), nach Anstrengung auftretende Verschlechterung (45 %), Husten (41 %) und kognitive Störungen (31 %). Frauen und Menschen mit Diabetes hatten ein deutlich höheres Risiko, Long‑COVID zu bekommen (Frauen: 11‑faches Risiko, Diabetes: 14‑faches Risiko). Auch erneute Infektionen, ein Krankenhausaufenthalt und das weibliche Geschlecht verzögerten die Genesung. Die Lebensqualität blieb bis mindestens ein Jahr nach der Infektion stark reduziert, und nur 38 % der Betroffenen konnten innerhalb von 12 Monaten wieder regulär arbeiten (gegenüber 82 % bei vollständig geheilten Patienten). Die Studie liefert keine Therapie‑ oder Heilversprechen, sondern zeigt, welche Faktoren das Risiko und die Dauer von Long‑COVID beeinflussen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12879-025-11468-3).