Diese Übersichtsarbeit fasst 118 frühere Studien zusammen, die untersucht haben, wie viel Blut durch das Gehirn fließt (zerebraler Blutfluss) bei ME/CFS und bei orthostatischer Intoleranz (OI, Kreislaufprobleme beim Aufstehen, z.B. Schwindel oder schneller Herzschlag). Zusammen wurden Daten von über 9000 Personen ausgewertet, die meisten davon Frauen. Ergebnis: In vielen Studien war die Durchblutung des Gehirns bei ME/CFS-Betroffenen verringert, ebenso bei Menschen mit OI. Wenn beide Probleme gleichzeitig vorlagen, war die Durchblutung in einem Teil der Studien noch stärker reduziert als bei ME/CFS allein. Das deutet darauf hin, dass Kreislaufprobleme bei aufrechter Körperhaltung die Gehirndurchblutung bei ME/CFS zusätzlich verschlechtern können. Die Autoren betonen aber, dass nur wenige Studien beide Zustände gemeinsam untersucht haben und dass OI in vielen ME/CFS-Studien möglicherweise ein unberücksichtigter Störfaktor war. Es handelt sich um eine Zusammenschau bestehender, oft kleiner und unterschiedlich durchgeführter Studien, keine neue Behandlungsstudie. Die Messung der Gehirndurchblutung könnte künftig helfen, den Schweregrad der Erkrankung besser einzuschätzen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12967-025-06954-w).