Diese Studie untersucht mit einer statistischen Methode namens Mendelsche Randomisierung, ob eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV, Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers) tatsächlich Ursache von Gebrechlichkeit (Frailty) und Erschöpfung (u.a. ME/CFS) ist, statt nur zufällig damit zusammenzuhängen. Dabei nutzten die Forscher genetische Daten als sogenannte Werkzeugvariablen, um Rückschlüsse auf Ursache-Wirkung zu ziehen, statt nur Beobachtungsdaten zu vergleichen. Sie werteten Daten aus 9 großen genetischen Studien aus und betrachteten verschiedene EBV-Antikörper (Abwehrstoffe des Immunsystems gegen das Virus). Ergebnis: Bestimmte EBV-Antikörper (ZEBRA, VCA p18, EA-D) waren statistisch mit einem höheren Gebrechlichkeits-Score bzw. mit allgemeiner Erschöpfung/Müdigkeit verbunden, auch nach Berücksichtigung des Alters. Für ME/CFS selbst zeigte sich zunächst ein Zusammenhang mit einem Antikörper, der aber nach Alterskorrektur nicht mehr statistisch sicher war. In die andere Richtung fand sich sogar ein umgekehrter Zusammenhang zwischen Erschöpfung und zwei anderen Antikörpern. Die Studie liefert Hinweise, dass EBV über das Immunsystem an chronischer Entzündung und Erschöpfun
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1016/j.exger.2025.112860).