Diese Studie untersuchte sogenannte zellfreie RNA im Blutplasma – kleine Erbgut-Schnipsel, die beim natürlichen Absterben von Zellen ins Blut freigesetzt werden und Hinweise auf Vorgänge im Körper geben können. Die Forscher analysierten das Blut von 93 ME/CFS-Betroffenen und 75 gesunden, wenig aktiven Kontrollpersonen. Mittels künstlicher Intelligenz entwickelten sie ein Modell, das ME/CFS anhand dieser RNA-Muster mit einer Genauigkeit von 77% von gesunden Personen unterscheiden konnte – ein erster Schritt zu einem möglichen Bluttest. Zudem fanden sie Unterschiede bei RNA aus Blutplättchen sowie erhöhte Werte von RNA aus bestimmten Immunzellen (dendritische Zellen, Monozyten, T-Zellen) bei ME/CFS-Betroffenen. Die Analyse deutet auf eine Fehlregulation des Immunsystems hin, unter anderem auf Anzeichen einer 'Erschöpfung' der T-Zellen (eines wichtigen Teils der Immunabwehr) und veränderte Botenstoff-Signale zwischen Zellen. Die Studie ist mit rund 170 Teilnehmenden noch klein und die Ergebnisse müssen in größeren Untersuchungen bestätigt werden, bevor daraus ein zuverlässiger diagnostischer Test entstehen könnte.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1073/pnas.2507345122).