Higher-order brain processes, rather than early processing, underlie sensory problems in ME/CFS: evidence from ERPs.

01.01.2026 · Frontiers in medicine · Zusammenfassung auf Deutsch

Menschen mit ME/CFS berichten oft über Probleme mit der Reizverarbeitung, etwa Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen oder Licht. Diese Studie untersuchte, ob das an der frühen Verarbeitung im Gehirn (wie Geräusche direkt registriert werden) oder an späteren, komplexeren Denkprozessen liegt. Dazu wurden 31 ME/CFS-Betroffene und 30 gesunde Kontrollpersonen mit Hörtests untersucht, während ihre Hirnströme per EEG gemessen wurden. Ergebnis: Die frühe Reizverarbeitung (gemessen als sogenannte P50-Unterdrückung, ein Mass dafür, wie gut das Gehirn wiederholte Reize filtert) war bei ME/CFS-Betroffenen nicht auffällig verändert. Allerdings zeigte sich bei einem späteren Hirnsignal (P300, das mit Aufmerksamkeit und bewusster Verarbeitung zusammenhängt) eine deutlich schwächere Reaktion. Das deutet darauf hin, dass die Sinnesprobleme bei ME/CFS eher durch höhere, steuernde Hirnprozesse entstehen als durch eine gestörte erste Reizaufnahme. Die Studie ist mit rund 30 Teilnehmenden pro Gruppe recht klein und liefert daher vorläufige Hinweise, keine endgültigen Antworten. Sie könnte aber helfen, künftige Ansätze gezielter auf die betroffenen Hirnbereiche auszurichten.

Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fmed.2026.1842841).

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