Dieser Übersichtsartikel fasst bestehende Forschung zu den Herpesviren HHV-6A und HHV-6B zusammen, die Nervenzellen befallen können. Diese Viren können sich im Nervensystem einnisten, reaktivieren und werden mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht, unter anderem Epilepsie, Multiple Sklerose, chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) und Nervenzell-Abbau. Die Viren befallen bestimmte Zelltypen im Gehirn (z. B. Astrozyten und Oligodendrozyten, die Nervenzellen unterstützen) und können dadurch die Signalübertragung zwischen Nervenzellen stören, Entzündungsprozesse im Gehirn auslösen und die Erregbarkeit von Nervenzellnetzwerken verändern. Die Autoren betonen, dass es sich um eine Zusammenschau bestehender Studien handelt, nicht um eine neue Untersuchung an Patienten. Ein eindeutiger Ursache-Wirkung-Zusammenhang zwischen HHV-6 und diesen Erkrankungen ist trotz vieler Hinweise noch nicht bewiesen. Für ME/CFS wird die Erkrankung nur am Rande als eine von mehreren möglichen Folgeerkrankungen genannt, ohne eigene neue Daten dazu.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/v18060660).