Diese Studie untersuchte, wie es Frauen mit ME/CFS (Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Erschöpfungssyndrom) langfristig geht. 40 Frauen wurden vor 16 Jahren erstmals untersucht, 20 davon nahmen erneut an einer Nachuntersuchung teil. Man prüfte körperliche und seelische Erkrankungen, führte Bluttests durch und erfasste die Erschöpfung mit Fragebögen. Ergebnis: 85 % der Frauen entwickelten im Laufe der Jahre neue, teils ernste Erkrankungen – darunter rheumatoide Arthritis (Gelenkentzündung), Krebs, Herzinfarkt, Asthma, Depression oder Bluthochdruck. Bei 15 % verschlechterte sich das ME/CFS selbst weiter. Nur 15 % der Frauen blieben ohne neue Diagnose oder Verschlechterung. Die Studie zeigt, dass ME/CFS langfristig mit einer hohen zusätzlichen Krankheitslast einhergehen kann und regelmäßige ärztliche Kontrolle wichtig ist. Wichtig zu wissen: Die Studie ist sehr klein (nur 20 Frauen am Ende), betrifft ausschließlich Frauen, und es lässt sich daraus nicht direkt ableiten, dass ME/CFS diese Erkrankungen verursacht – ein Zusammenhang ist aber möglich und sollte weiter erforscht werden.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/medicina62061114).