Diese rückblickende Studie untersuchte bei 610 Patienten mit chronischem Fatigue-Syndrom (CFS), wie häufig zusätzlich Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (also gestörte innere Uhr, z.B. durch Schichtarbeit) auftreten und welche Faktoren damit zusammenhängen. Fast die Hälfte der Patienten hatte solche Rhythmusstörungen. Als unabhängige Risikofaktoren zeigten sich: rotierende Schichtarbeit (besonders 12- und 24-Stunden-Schichten), stärkere Erschöpfung (gemessen mit einer Fatigue-Skala), weibliches Geschlecht sowie weniger Tiefschlaf (sogenannter „Slow-Wave-Sleep“ bzw. N3-Schlaf). Mehr Tiefschlafanteil war mit einem geringeren Risiko verbunden. Aus diesen Faktoren wurde ein Vorhersagemodell (Nomogramm) entwickelt, das relativ gut zwischen Betroffenen mit und ohne Rhythmusstörung unterscheiden konnte. Das Modell soll helfen, gefährdete Personen früh zu erkennen, um gezielt Schlafhygiene-Beratung und Anpassungen bei Arbeitszeiten anzubieten. Die Studie ist retrospektiv (rückblickende Datenauswertung, keine direkte Beobachtung über die Zeit) und muss in weiteren, insbesondere prospektiven Studien bestätigt werden, bevor sie in der Praxis breit eingesetzt werden kann.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3389/fpsyt.2026.1826328).