Dieser Übersichtsartikel befasst sich mit sogenannten 'sich überschneidenden chronischen Schmerzerkrankungen' (COPCs) – zehn chronischen Erkrankungen, die häufig gemeinsam auftreten und ähnliche Krankheitsmechanismen haben könnten. Dazu zählen unter anderem Fibromyalgie, Migräne, Reizdarmsyndrom, Endometriose und ME/CFS. Die Autoren werteten bestehende Studien aus, um zu untersuchen, wie sich das gemeinsame Auftreten mehrerer dieser Erkrankungen auswirkt. Ergebnis: Wenn mehrere COPCs zusammen vorkommen, leiden Betroffene stärker unter Schmerzen, psychischen Belastungen, Erschöpfung, Schlafproblemen und Einschränkungen im Alltag, und sie nutzen häufiger das Gesundheitssystem. Trotzdem werden diese Krankheitsbilder in der Praxis oft nicht ausreichend erkannt oder behandelt, da Ärzte meist nur eine Erkrankung im Blick haben statt das Gesamtbild. Die Autoren schlagen vor, künftig stärker auf Vorbeugung, systematische Untersuchung auf weitere COPCs sowie eine koordinierte, auf den Patienten abgestimmte Behandlung mehrerer Erkrankungen gleichzeitig zu setzen. Es handelt sich um eine Zusammenschau bestehender Literatur, keine neue klinische Studie mit eigenen Patientendaten.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.3390/jcm15124835).