Dieser Übersichtsartikel richtet sich an Hausärzte und beschreibt, wie sie bei Patienten mit dem häufigen Beschwerdebild 'Erschöpfung/Müdigkeit' systematisch vorgehen sollten. Die Autoren werteten vorhandene Fachliteratur aus (keine eigene neue Studie, kein systematisches Vorgehen). Unterschieden wird zwischen kurzfristiger Erschöpfung (meist harmlos, z.B. durch Infekte) und chronischer Erschöpfung (ab 6 Wochen), die vielschichtigere Ursachen haben kann. Ursachen werden in drei Gruppen eingeteilt: körperlich bedingt, ohne erkennbare Ursache, oder psychisch/durch Lebensstil bedingt. ME/CFS wird als eine mögliche Ursache chronischer Erschöpfung erwähnt, neben Infektfolgen, Schlafstörungen und anderen Erkrankungen. Empfohlen wird ein strukturiertes Vorgehen mit ausführlichem Gespräch, körperlicher Untersuchung und gezielten Tests, um ernste Erkrankungen wie Krebs oder chronische Infektionen nicht zu übersehen, aber auch unnötige Untersuchungen zu vermeiden. Es handelt sich um eine praxisorientierte Handlungsempfehlung für Ärzte, keine neue Erkenntnis über ME/CFS selbst und keine Behandlungsstudie.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.7759/cureus.108764).