Diese Studie untersuchte, ob Sauerstoff-Überdrucktherapie (HBOT – Atmen von reinem Sauerstoff in einer Druckkammer) bei ME/CFS hilft. 30 Betroffene erhielten 40 Behandlungssitzungen. Verglichen wurden die Ergebnisse mit 30 gesunden Personen, unter anderem mittels Hirn-MRT. Nach der Therapie berichteten die Teilnehmenden über verbesserte körperliche Funktionsfähigkeit, weniger Schmerzen und Erschöpfung, bessere Belastbarkeit, Muskelkraft und Denkgeschwindigkeit. Die Therapie wurde gut vertragen, ernste Nebenwirkungen traten nicht auf. Im Gehirn zeigte sich bei ME/CFS-Betroffenen vor der Behandlung eine auffällig starke Vernetzung des Thalamus (einer zentralen Schaltstelle im Gehirn) mit Bereichen für Bewegung und Sehen. Nach der HBOT näherte sich dieses Muster dem von Gesunden an, besonders bei jenen, die klinisch am meisten profitierten. Das deutet darauf hin, dass eine gestörte Gehirnvernetzung bei ME/CFS eine Rolle spielen könnte. Wichtig: Die Studie ist klein, hatte keine Kontrollgruppe mit Placebo-Behandlung, und die Ergebnisse sind vorläufig. Größere, kontrollierte Studien sind nötig, um die Wirksamkeit zu bestätigen.
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.1186/s12967-026-08324-6).