In dieser Laborstudie untersuchten Forschende Muskel-Vorläuferzellen, die aus Stammzellen von ME/CFS-Betroffenen und gesunden Kontrollpersonen gewonnen wurden. Ziel war es, genetische Unterschiede in den Muskelzellen besser zu verstehen und mögliche Medikamente zu finden. Die Analyse der Genaktivität zeigte deutliche Veränderungen bei den ME/CFS-Proben: 73 biochemische Signalwege waren verändert. Über 90 % dieser Signalwege waren heruntergeregelt – darunter Prozesse zur Zellteilung, DNA-Reparatur, Immunantwort und zur Struktur des Muskelgerüsts. Hochgeregelt waren hingegen bestimmte Stoffwechselwege zur Energiegewinnung, was auf eine veränderte Energieversorgung und Fehlfunktionen der Mitochondrien (den Kraftwerken der Zellen) hinweist. Mithilfe einer Datenbank identifizierten die Forschenden 22 bereits existierende Medikamente (z. B. Melatonin, Midodrin oder Leflunomid), die theoretisch an diesen veränderten Wegen ansetzen könnten. Wichtig: Es handelt sich um eine sehr kleine Laborstudie (nur 6 Betroffene und 7 Kontrollpersonen) an gezüchteten Zellen. Die Ergebnisse sind vorläufig. Es gibt keine Erfolgsgarantie und die genannten Medikamente stellen keine direkte Behandlungsempf
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-10015511/v2).