Diese Studie untersuchte Muskelvorläuferzellen, die im Labor aus Hautzellen von ME/CFS-Betroffenen (6 Personen) und gesunden Kontrollpersonen (7 Personen) gezüchtet wurden – sogenannte iPS-Zellen (induzierte Stammzellen). So konnten Forscher direkt in Muskelzellen nach Auffälligkeiten suchen, ohne die Betroffenen selbst zu belasten. Mittels Gen-Aktivitätsmessung (RNA-Sequenzierung) fanden sie 7 Gene mit deutlich veränderter Aktivität sowie 73 gestörte biologische Prozesse ('Pathways'). Fast alle betroffenen Prozesse waren in ME/CFS-Zellen heruntergefahren, darunter Zellteilung, DNA-Reparatur, Immunantwort und Muskelstruktur. Gleichzeitig war der Stoffwechsel verändert, mit stärkerer Nutzung bestimmter Aminosäuren zur Energiegewinnung – ein Hinweis auf mögliche Probleme der Mitochondrien (Zellkraftwerke). Basierend auf den veränderten Genen identifizierten die Forscher per Computeranalyse 22 bereits existierende Medikamente, die theoretisch gegenwirken könnten, darunter Leflunomid, Melatonin und Midodrin. Diese wurden aber nicht an Patienten getestet, sondern nur rechnerisch vorgeschlagen. Die Studie ist sehr klein und vorläufig, liefert aber neue Ansätze für ein Laborsystem, mit de
Datenquelle: Diese Zusammenfassung wurde automatisch aus der Originalveröffentlichung erstellt und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist allein die Originalstudie (DOI 10.21203/rs.3.rs-10015511/v1).